besuchte uns ein Schwarzbaer auf unserem Grundstueck.
Seinen ersten Besuch bemerkten wir, als wir aus unserer Haustuer auf die
Erde blickten und eine umgeworfene Tonne bemerkten, dort befand
sich hauptsaechlich Pappe und Plastik.
Eine halbe Stunde spaeter hoerten wir erstmals einen seltsamen Laut
und stuermten an die Tuer und siehe da, da war er wieder unser Schwarzbaer
auf Nahrungssuche.
Wie sich spaeter herausstellte wurde er vom Kompost unserer Nachbarin
angelockt - den hat er gleich dreimal auseinandergenommen.
Uwe hat ihn mit Krach verscheucht, ein kleiner Schnappschuss ist mir
trotzdem gelungen - juhu!
unsere gefaellten Birken haben als Steg gedient |
Zwei Naechte frueher meinte ich nachts, Laute gehoert zu haben, im Gebuesch
und um`s Haus herum, am naechsten Tag haben wir im Gras zwei 4cm lange
Embryos gefunden (die Fliegen scharten sich bereits darum), nun fragen wir
uns, ob der Baer - Baerin, eine Fehlgebuhrt hatte.
Nachdem wir den Baeren verscheucht haben habe ich den Conservation Service
angerufen um den Baeren zu melden.
Am naechsten morgen um 09.30 hatte sich unser Baer doch tatsaechlich nochmal
unter unseren Carport getraut....
1 Stunde spaeter, rief mich der Conservation Officer an umzu Fragen ob sich der
Baer nochmals hat blicken lassen - denn am Abend vorher ist ein Baer in
Two Mile (ca 4km von uns aus) erschossen worden.
Ich antwortete ihm, das unser Baer immer noch sehr lebendig ist. Also beschloss
der Officer eine Live Bear Trap aufzustellen.
Das war fuer uns natuerlich ein Highlight, Uwe hat das ganze mit der Kamera
festgehalten, innen in der Trap sind Fruechte hinterlegt und zur Bear Trap wird
eine Spur mit Melasse gelegt....
Auf der Ladeflaeche des Trucks lagen zwei nicht mehr so glueckliche Baeren,
der Officer fragte uns ob wir einen Blick drauf werfen wollen - was wir natuerlich
wollten.
Es waren zwei junge Baeren, der kleinere wurde angefahren und war wahrscheinlich
dieses Jahr erst zur Welt gekommen und der zweite, erschossene, war wahrscheinlich
im zweiten Jahr....
Ich fragte mich, ob der Baer tatsaechlich hat erschossen werden muessen, oder ob
man ihn nicht auch haette fangen koennen.
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just sad! |
Waehrend wir uns unterhielten, kam der naechste Notruf, das die Baerenmutter nun
wahrscheinlich ihr Junges sucht, also sind die Wildhueter gleich zum naechsten
Einsatz weiter gefahren.
Die naechsten Tage war unser Baer bei unsere Nachbarin unterwegs und aktiv -
vor allem am Kompost... die Falle hat er dabei immer gemieden.
Dann gestern 17.25 Uhr, lauter Knall!
Ist uns der Baer doch tatsaechlich in die Falle gegangen! Waehrend ich Meldung
machte, das unser Schwarzbaer in der Falle hockt, hat Uwe sich auf den Weg zu ihm
gemacht.
Waehrend der Stunde bis der Conservation Officer auftauchte, versuchte der Baer
natuerlich herauszukommen... streckte uns immer wieder seine Pfote entgegen.
Wir waren auf jeden Fall froh, den Baeren gefangen zu sehen, so konnte er in der
Wildnis wieder ausgesetzt werden und hoffentlich verirrt er sich nicht mehr
so schnell in ein Wohngebiet - denn das naechste Mal hat er vielleicht nicht mehr
so viel Glueck und wird erschossen.
Echt baeriges Erlebnis!